Seit über 200 Jahren kommen Pilger voll Vertrauen nach Absam, um ihre Bitten und ihren Dank der Gottesmutter Maria vorzubringen.
 
In der Zeit großer politischer Unruhe und kriegerischer Auseinandersetzungen in Tirol durch die Bedrohung der Napoleonischen Truppen erschien am 17. Jänner 1797 in der kleinen Fensterscheibe des Hauses des Bauern und Bergknappen Johann Bucher ein schwarz-weißes Gesicht einer Frau, das laut Überlieferung die 18-jährige Tochter Rosina als erstes bemerkte, bald aber als Marienbild großes Aufsehen in und um Absam verursachte.

Die bald als Wunder bezeichnete Erscheinung veranlasste den zuständigen Bischof, damals in Brixen ansässig, eine Kommission zur Untersuchung des Bildes einzurichten, sodass das Bild zum Pfarrer und Dekan von Innsbruck gebracht und dort auch untersucht wurde. Dies bedeutete u.a., dass versucht wurde, das Bild abzuwischen. Doch, nach kurzer Zeit erschien das Bild wieder.
Die kirchliche Skepsis dem Marienbild gegenüber war groß. Der Glaube an schnelle Wunder war im ausgehenden 18. Jahrhundert durch die geistige Aufklärung einem kritischen Denken gewichen, das die Welt durch nachvollziehbare Schlussfolgerungen zu erklären versuchte.
So wurde das Bild auch nicht als Marienerscheinung, als ein Bild, das nicht von Menschenhand gemacht wurde („acheiropoieton") anerkannt. Dem Wunsch der Bevölkerung nach Verehrung entsprechend wurde das Bild aber am südlichen Seitenaltar der Pfarrkirche aufgestellt.

Rasch setzte eine Verehrung des Bildes ein, was zahlreiche Votivtafeln belegen, die als Dank für die Erfüllung einer Bitte gestiftet wurden. 1801 wurde bereits eine Litaney und Gebete zur „Wundervollen Mutter Gottes zu Absam" gedruckt und so entwickelte sich Absam zu einem bedeutenden, überregional bekannten Wallfahrtsort, sodass im „Revolutionsjahr" 1848 die kaiserliche Familie, angeführt von Kaiser Ferdinand und Kaiserin Maria Anna, nach Absam zur Mutter Gottes pilgerten; und dies sollte nicht der letzte kaiserliche Besuch sein.
 
Die Zeiten änderten sich, die Donaumonarchie zerfiel nach dem Ersten Weltkrieg und der Zweite Weltkrieg brachten bisher nicht vorstellbares Unheil.
Die Mutter Gottes von Absam blieb aber zeitlos und immer aktuell. 1919 kamen 10.000 Gläubige nach Absam, um gemeinsam zu beten, 1947, 150 Jahre nach der Erscheinung, dann 20.000 Jugendliche zur Gelöbniswallfahrt aus Dank für das Ende von Krieg und Verfolgung wie zur Bitte, dass die Kriegsgefangenen heimkommen mögen.
 
Und noch heute besuchen Gläubige aus aller Welt mit ihren Bitten die Pfarrkirche von Absam, um zu Maria zu beten, die in einer kleinen Glasscheibe Gestalt angenommen hat, wie sie kein Maler hätte je geheimnisvoller malen können.

   

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